Ein Schulhof im Wartemodus – Die Regenbogenschule

Ich kenne die Regenbogenschule nicht nur aus einem Elternabend oder vom schnellen Bringen und Abholen. Ich kenne sie über Jahre hinweg, mit mehreren Kindern, in unterschiedlichen Jahrgängen, zu verschiedenen Zeiten. Gerade deshalb fällt mir auf, wie sehr sich bestimmte Dinge verändert haben – und leider nicht zum Guten.

Spielgeräte verschwunden – seit 2022

Bereits im Jahr 2022 wurde ein Großteil der Spielgeräte auf dem Schulhof abgebaut. Was als temporäre Maßnahme zur Vorbereitung der Neubauarbeiten, ist bis heute ein Dauerzustand geblieben. Für Kinder bedeutet das: weniger Bewegung, weniger freies Spiel, weniger Ausgleich zum Unterricht.
Ein Schulhof ohne Spielangebote ist kein neutraler Ort – er nimmt Kindern aktiv etwas weg.

Spielen über Zäune hinweg

Kinder sind kreativ. Wenn man ihnen Spielmöglichkeiten nimmt, suchen sie sich andere Wege.
Heute sieht man Schülerinnen und Schüler, die über Zäune hinweg spielen, Bälle hin- und herwerfen oder versuchen, angrenzende Bereiche mitzunutzen – schlicht, um überhaupt etwas zum Spielen zu haben.
Das ist kein kindgerechter Zustand, sondern ein stilles Zeichen dafür, dass hier etwas fehlt.

Das „Grüne Klassenzimmer“, das keines ist

Der Bereich, der einmal als Natur- oder Lernraum im Freien als „Grünes Klassenzimmer“ gedacht war, wirkt aktuell unattraktiv und ungenutzt.
Es gibt dort nichts, was Kinder zum Verweilen, Entdecken oder Spielen einlädt. Gerade weil er offenbar nicht aktiv pädagogisch genutzt wird, bleibt er eine ungenutzte Fläche – und für Kinder schlicht langweilig.

Dabei stellt sich die Frage:
Warum wird dieser Bereich nicht neu gedacht? Warum nicht kindgerecht, spielerisch, naturnah?

Neubau: seit über einem Jahr nur provisorisch erreichbar

Besonders irritierend ist der Zustand rund um den Neubau.
Dieser ist seit mehr als einem Jahr nur über behelfsmäßige Zugänge erreichbar, abgesperrt mit Bauzäunen. Das mag kurzfristig erklärbar sein – auf Dauer ist es das nicht.

Was dabei besonders auffällt:
👉 Es gibt kaum öffentlich zugängliche Informationen, warum dieser Zustand so lange anhält.
👉 Keine sichtbaren Zeitpläne.
👉 Keine transparente Kommunikation für Eltern.

Für eine Schule, die täglich von Kindern genutzt wird, ist das schwer nachvollziehbar.

Mein Wunsch als Vater

Ich schreibe diesen Beitrag nicht aus Ärger, sondern aus Sorge und Verantwortung, warum wir in dieser Stadt nicht in angemessener Zeit Baumaßnahmen umsetzen können. Gerade wenn es um den Raum der Schule geht der für Kinder ein Bereich ist, in dem sie viel Zeit verbringen.
Schule ist mehr als Unterricht. Sie ist Lebensraum. Gerade für Kinder, die einen großen Teil ihres Tages dort verbringen.

Ich wünsche mir:

  • Transparente Informationen zum Baufortschritt
  • Einen Schulhof, der wieder zum Spielen einlädt
  • Mut zur Gestaltung statt jahrelanger Übergangslösungen
  • Und vor allem: den Blick darauf, wie Kinder diesen Ort tatsächlich erleben

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